Honig…

… ist laut Wikipedia ein von Honigbienen zur eigenen Nahrungsvorsorge und von uns Menschen genutztes Lebensmittel aus dem Nektar verschiedenster Blütenpflanzen oder den zuckerhaltigen Ausscheidungen verschiedener Insekten (Honigtau).
Die für deutsche Imker geltende Honigverordnung (HonigVO) definiert Honig in ihrer Anlage 1 als einen natursüßen Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.
Doch abseits dieser technokratischen und vielleicht auch etwas sperrigen Definitionen sind unser Honig und die Bienen, die ihn für uns bereitstellen, seit alters her kulturell mit dem Menschen verbunden. Schon 9000 Jahre vor unserer Zeitrechnung nutzten die frühen Menschen Honig als Lebensmittel, wie wir durch die Erforschung steinzeitlicher Höhlenmalereien wissen. Zu allen Zeiten war er Heilmittel und rituelle Opfergabe an die Kräfte der Natur. Und bereits 7000 Jahre vor unserer Zeitrechnung begannen Menschen in Anatolien und Ägypten damit, Bienen zu halten.
Wir Imker bewahren heute durch den wesensgerechten Umgang mit unseren Bienen diese in Jahrtausenden gewachsenen Traditionen. Sie sind uns Freude und Verpflichtung zugleich, liefern wir doch damit nicht nur ein naturbelassenes, hochwertiges und gesundes Lebensmittel an unsere Kunden, sondern leisten auch einen großen Beitrag zu Biodiversität und Naturschutz.
Der Honig unserer Bienen ist ein vielfältiges und reines Naturprodukt und genau wie die Natur, der er entstammt, unterliegt er einem ständigen Wandel.
Kein Jahr ist wie das andere und so schmeckt auch unser Honig jedes Jahr ein wenig anders.
Und das ist doch mächtig spannend, oder?
Michael Krämer
Kreisobmann für Honig
