Am 25. Februar kamen im Schulungsraum der Feuerwehr Dillingen 32 Einsatzkräfte aus Dillingen, Beckingen und Nalbach zusammen. Im Fokus stand die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) und die Frage, wie wir das empfindliche Ökosystem im Landkreis Saarlouis stabilisieren können. Peter Katzenmaier und Werner Jungmann des Kreisverbandes der Imker gaben dabei wichtige Einblicke in die aktuelle Lage.

Warum die Asiatische Hornisse unser System bedroht
Im Gegensatz zu unserer heimischen Hornisse greift die Asiatische Hornisse massiv in das biologische Gefüge ein. Sie übt einen extremen Jagddruck auf Honigbienen, Wildbienen und andere nützliche Bestäuber aus – oft direkt vor deren Fluglöchern oder an den Blüten.
Dieser Eingriff löst einen Dominoeffekt aus: Fehlen die Bestäuber, leidet nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch das Gleichgewicht unseres Ökosystems insgesamt. Dies führt zu spürbaren Ernteverlusten im heimischen Obst- und Gemüsebau.
Die Zahlen sprechen für sich
Dass schnelles Handeln nötig ist, zeigen die Einsätze des vergangenen Jahres: Allein im Stadtgebiet Dillingen wurden bereits 49 Nester entfernt. Besonders die Zusammenarbeit an der Saar und am Ökosee hat sich bewährt – dort konnten vier Nester erfolgreich gemeinsam mit der Feuerwehr beseitigt werden, um den Druck auf die lokale Fauna zu senken.

Gefahrenstellen im Einsatzalltag
Für die Feuerwehrleute ist es im Einsatz entscheidend zu wissen, wo sie auf die Hornisse treffen könnten. Unsere Referenten erklärten den Lebenszyklus der Tiere und zeigten die typischen Fundorte auf, die oft erst bei Einsätzen entdeckt werden:
- In Gartenhecken und Gebüschen (oft in Bodennähe)
- In Dachstühlen und Rollladenkästen
- Hoch oben in Baumkronen, bevorzugt in Gewässernähe
Schutz durch Fachwissen und Technik
Neben dem richtigen Verhalten beim Auffinden eines Nestes wurde auch das technische Equipment vorgestellt. Die Teilnehmer konnten die spezielle Bekämpfungslanze aus nächster Nähe ansehen. Ziel ist es, die Ausbreitung so effizient wie möglich zu begrenzen und die Sicherheit für Mensch und Natur zu gewährleisten.
Ein großes Dankeschön geht an die Feuerwehren aus Dillingen, Beckingen und Nalbach für das große Interesse. Dieser Austausch ist die Grundlage dafür, dass wir unsere heimische Natur im Kreis Saarlouis gemeinsam schützen können.
